
Sabiha Hannemann, Tim Hömberg, Joris Kathöfer, Eliah Frankrone
Westfälische U14
Titel für Joris Kathöfer
Recklinghausen/ Oelde (elk) Der westfälischen Hallenmeister über die 800 in der M13 ist auch der Westfälische Freiluftmeister über 800 Meter. Am Sonntag machte Joris Kathöfer (LV Oelde) das Double perfekt, wobei es am Sonntag mit deutlich mehr Arbeit verbunden war, als noch im März bei den Hallenmeisterschaften. In Paderborn der Konkurrenz bereits 300 Meter vor dem Ziel enteilt, kannten ihn jetzt die Konkurrenten und machten ihm das Leben richtig schwer. Die ersten 400 wurden richtiggehend verbummelt. „Typisch Meisterschaft“, so Trainerin Elke Schalkamp. In der Meldeliste langen alle dicht beieinander und keiner wollte so richtig die Initiative ergreifen. So blieb Kathöfer nichts anderes übrig, als sich selbst an die Spitze zu setzen und das Feld mit langem Schritt auseinander zuziehen. Aber die Konkurrenz war hellwach und mehrere Läufer konnten das Tempo mitgehen. Erst die nächste Verschärfung 200 Meter vor dem Ziel sprengte dann die große Gruppe. Allein Torben Wacker (Ravensburger Sportverein Borgholzhausen) blieb bis zum Schluss an den Fersen und so wurde es ein Herzschlagfinale. Mit 2:22,61 für Kathöfer und 2:22,64 für Wacker war der Lauf nichts für schwache Nerven. Umso größer die Freude der mitgereisten Familie und Fans. Tim Hömberg im gleichen Lauf erwischte einen „gebrauchten Tag“.hatte er am Vortag noch einen Triathlonstart absolviert, kam er nie in seinen Laufrhythmus und musste sich mit Platz 21 zufriedengeben. In den Jahrgängen 2012 und 2013 wurden jeweils nur 24 Starter:innen aus ganz Westfalen zugelassen. Einen dieser begehrten Startplätze bekam auch Sabina Hannemann, die mit 2:40,85 auf Rang 14 in der W13 landete und sich jetzt auf den Minimarathon in Berlin, freuen darf. „Nur nicht letzter werden“, war das Ziel von Eliah Frankrone, der nach langer Verletzungspause erst im April wieder ganz vorsichtig ins Lauftraining einsteigen konnte. Für ihn schon sensationell überhaupt einen Starplatz ergattert zu haben, machte er seine Sache richtig gut. Mutig gestaltete er im zweiten Zeitlauf das Renngeschehen mit, wurde in seinem Lauf vierter und insgesamt in der M12 mit neuer Bestzeit von 2:48,21 und Rang 12 belohnt. „Wenn mir das einer im April gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt“, so der junge Nachwuchsläufer glücklich.

Westfälische Langstreckenmeisterschaften
Bielefeld/Oelde(elk) Westfälische Vizemeisterin über die 3000 Meter wurde am Samstag sensationell Ida Laukötter (LV Oelde). In einem starken Starterfeld konnte Laukötter ihr Tempo gut finden und halten und belegte in neuer persönlicher Bestzeit von 12:09,06 den Vizemeisterrang. „Ich werde da ganz vorne nicht mitlaufen- das geht nicht“, so Laukötter bereits vor dem Start. Nach vielen Wettkämpfen kennt man sich und die Konkurrenz und weiß, was geht und was nicht geht. So ist es die große Kunst, ruhig zu bleiben. Dies gelang ihr eindrucksvoll mit konstanten Kilometerzeiten. Dies gelang auch Tim Hömberg, der sich als jüngster Starter in der höheren Altersklasse beweisen wollte. Mutig ging er das Rennen an und ließ schlau die Spitze der ein Jahr älterer Konkurrent davonlaufen. „Tim ist super schnell angelaufen- ein wenig Sorge hatte ich schon, ob das gut gehen würde“, so Trainerin Elke Schalkamp. Hömberg zeigte aber, dass er Kämpferqualitäten hat und lief mit 11:34,43 die zweitschnellste Zeit des Jungjahrgangs. Im Schlepp hatte er Louis Hoischen, der seine Bestzeit um eine Minute nach unten auf 12:10,49 schrauben konnte. Damit belegten sie Rang 9 und Rang 11 in der westfälischen Wertung. Auch Sabiha Hannemann lief in der höheren Altersklasse von Beginn an klug mit. Immer an Position 5 bis 6 kontrollierte sie die Verfolgergruppe. Etwa 600 Meter vor dem Ziel stiegen zwei Läuferinnen direkt neben ihr aus und sie blieb auch stehen. „Ich weiß auch nicht was los war, die Beine fühlten eigentlich sich noch gut an. Jetzt bin ich wieder eine Erfahrung reicher“, resümierte sie nach dem Rennen. „Schade, aber ihre Zeit wird noch kommen“, so Trainerin Elke Schalkamp, stolz auf den jungen Nachwuchs, der sich der Herausforderung gestellt hat. In der wU18 hatte Alina Claas gegen inzwischen zur deutschen Spitze gehörende Läuferinnen nach vorne keine Chance. Gleichmäßig lief sie ihr Rennen und belegte mit Saisonbestzeit am Ende Rang acht.