
Zwei Sponsoren- ein starkes Zeichen für den LV Oelde
Zeltübergabe und Ehrung der erfolgreichen Starter bei den Westfälischen 10 Kilometer Meisterschaften
Oelde (elk) – Bei Veranstaltungen des LV Oelde soll künftig niemand mehr im Regen stehen: Dank der finanziellen Unterstützung von Volksbank und Sparkasse Münsterland Ost verfügt der Verein jetzt über ein neues, robustes Veranstaltungszelt. Mit jeweils 1.000 Euro beteiligten sich die beiden Kreditinstitute an der rund 3.000 Euro teuren Anschaffung. Den verbleibenden Betrag trägt der LV Oelde aus eigenen Mitteln.
Offiziell übergeben wurde das Zelt am 6. Oktober im Rahmen eines gemeinsamen Sponsorentermins. Dazu begrüßte der LV Oelde neben zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern auch die Vertreter der beiden Geldinstitute. Für die Volksbank war Ulrich Lier vor Ort, die Sparkasse Münsterland Ost wurde durch Grigorios Salioras vertreten.
„Wir freuen uns sehr über diese gemeinsame Unterstützung. Das neue Zelt ist eine nachhaltige Investition in unsere Vereinsarbeit und wird uns bei zahlreichen Veranstaltungen gute Dienste leisten“, erklärten Joachim Kallenbach und Christian Huster vom LV Oelde.
Der Sponsorentermin bot zugleich Gelegenheit, erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler des Vereins auszuzeichnen. Im ersten Teil der Veranstaltung wurden die Urkunden für die Mannschaftswertung der Westfälischen Meisterschaften in Beckum überreicht. Anschließend stand das neue Zelt im Mittelpunkt. Der Vorstand des LV Oelde bedankte sich bei den Sponsoren für die großzügige finanzielle Unterstützung.
Das Zelt soll künftig bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen des Vereins zum Einsatz kommen. Es bietet nicht nur zuverlässigen Schutz vor Wind und Wetter, sondern verbessert auch die Rahmenbedingungen für Sportler, Helfer und Besucher. Damit kommt die Unterstützung von Volksbank und Sparkasse unmittelbar der Vereinsarbeit und den Veranstaltungen des LV Oelde zugute.
Seinen ersten größeren Einsatz dürfte das neue Zelt spätestens beim Oelder Crosslauf im Januar 2027 erleben. Dann wird sich zeigen, wie wertvoll die Neuanschaffung für den Verein und seine Veranstaltungen ist.
Für den LV Oelde ist die Unterstützung zugleich ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit mit dem regionalen Sport. Der Verein bedankt sich herzlich bei der Volksbank und der Sparkasse Münsterland Ost für die finanzielle Unterstützung und die damit verbundene Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit.
Feuerwerk in Rot: LV Oelde feiert acht Kreismeistertitel im Staffellauf
Nachwuchsläuferinnen und -läufer des LV Oelde überzeugen bei den Kreismeisterschaften im Staffellauf im Oelder Jahnstadion
Oelde (elk) Ein wahres Feuerwerk in Rot brannten die Nachwuchsläuferinnen und -läufer des LV Oelde am Freitagabend bei den Kreismeisterschaften im Staffellauf im Oelder Jahnstadion ab. Mit insgesamt 13 Staffeln ging der LV Oelde an den Start und zeigte dabei hervorragende Leistungen. Am Ende konnten die Oelder Leichtathletinnen und Leichtathleten insgesamt acht Kreismeistertitel für sich verbuchen. Den Auftakt machten im Rahmenwettkampf 3x 400 Meter die jüngsten Athletinnen und Athleten in der U8. Bereits hier konnte der LV Oelde sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen die Wertung gewinnen.
Anschließend standen die eigentlichen Kreisstaffelmeisterschaften über 3x800 und 3x1000 Meter auf dem Programm. Auch hier präsentierte sich der LV Oelde äußerst erfolgreich. Neben den zahlreichen Titeln sorgten vor allem starke Einzellaufzeiten und eine überzeugende Teamleistung für Begeisterung. „Mir sind die Staffeln eigentlich viel wichtiger als die Einzelleistungen. Leichtathletik ist eigentlich eine Individualsportart, und ich finde es wichtig, dass der Teamgedanke immer im Vordergrund stehen bleibt“, betonte Trainerin Elke Schalkamp. Dass dieser Teamgedanke bei den Oelder Nachwuchsläuferinnen und -läufern gelebt wird, war während der gesamten Veranstaltung deutlich zu spüren. Die Athletinnen und Athleten feuerten sich gegenseitig an, begleiteten ihre Teamkolleginnen und -kollegen entlang der Strecke und bejubelten jeden erfolgreichen Wechsel und jeden Zieleinlauf. Für eine besondere familiäre Note sorgte zudem ein kleines „Familienduell“: Bettina Kalläne lief gewissermaßen virtuell gegen ihren Sohn Adrian. Adrian hatte zuvor bereits gemeinsam mit Illia Kochysh und Marius Burrichter in der U12 den Titel gewonnen. Auch Mutter Bettina durfte sich anschließend über einen Kreismeistertitel gemeinsam mit Larissa Stechbart und Judith Burrichter freuen. Die JUngs waren allerdings schneller als die Damen. Die Titel gingen beim LV Oelde in den Wertungen der männlichen Klassen M U18, M U16, M U14 und M U12 sowie bei den weiblichen Klassen W16, W14, W12 und W10 an die Oelder Staffeln. Traditionell bildet die Staffelmeisterschaft für die Trainingsgruppen des LV Oelde den Saisonabschluss auf der Bahn. Nach den Wettkämpfen durfte natürlich auch die obligatorische Belohnung nicht fehlen: Gemeinsam ließ man den erfolgreichen Abend bei Pizza ausklingen. Seit im Jahr 2017 hier unsere U14 mit Leonel Nhanombe, Fynn Landwehrjohann und Aaron Heidenreich der Westfalenrekord, in 7:04 über 3x800 Meter geholt wurde, ist dies Tradition“, freut sich Trainerin Elke Schalkamp über den bis heute bestehenden Rekord. Die Trainerinnen Miriam Erdhütterund Elke Schalkamp zeigten sich mit der gesamten Saison und insbesondere mit dem erfolgreichen Freitagabend mehr als zufrieden. Nun richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Aufgaben. Für die Läuferinnen und Läufer beginnt die Vorbereitung auf die Wintersaison und die anstehenden Straßenläufe. Ein besonderes Ziel sind dabei die Westfälischen Crossmeisterschaften am 21. November in Paderborn.
Strahlende Kinderaugen bei den Tartanzwergen
Oelde (elk). Strahlende Gesichter, leuchtende Augen und lautes Kinderlachen – jeden Dienstag geht es in der Bultstraße beim LV Oelde fröhlich und bewegt zu. Die neu gegründete Gruppe „Tartanzwerge“ bietet Kindern im Alter von einem bis vier Jahren die Möglichkeit, spielerisch erste motorische Erfahrungen zu sammeln und gemeinsam aktiv zu sein. Im Mittelpunkt stehen das Spielen, Erleben und die Freude an der Bewegung. Die Kinder können sich austoben, Neues ausprobieren und dabei ganz nebenbei ihre motorischen Fähigkeiten entwickeln. Geleitet wird die Gruppe von Sarah Meier, ausgebildete Förderpädagogin mit dem Schwerpunkt Sport, und Mareen de Vries, Erzieherin. Vor drei Wochen sind die beiden, die selber im LV Oelde großgeworden sind, mit der Gruppe gestartet.
Damit den jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch mehr Möglichkeiten zum Ausprobieren zur Verfügung stehen, hat der Förderverein des LV Oelde die Anschaffung zahlreicher Kleingeräte ermöglicht. Neben einem großen Schwungtuch wurden unter anderem verschiedene Kleingeräte und vor allem eine große Schwungschaukel angeschafft. Die neuen Geräte eröffnen den Kindern ganz neue Bewegungserfahrungen und ermöglichen es ihnen, spielerisch ihre Motorik zu verbessern. Gerade für die Kleinsten bieten die zusätzlichen Materialien eine wertvolle Ergänzung zu den vorhandenen Großgeräten in der Turnhalle. „Es ist super, dass der Förderverein des LV Oelde so unproblematisch die Anschaffung dieser für uns sehr wichtigen Kleingeräte ermöglicht hat. Sie bieten den Kindern ganz neue Möglichkeiten und erste Bewegungserfahrungen. Nur mit den Großgeräten in der Halle könnten wir diese Vielfalt nicht anbieten“, freut sich Sarah Meier über die Unterstützung. Der Zuspruch zu „Tartanzwerge“ ist bereits nach kurzer Zeit groß. Innerhalb der ersten drei Wochen ist die Gruppe so schnell gewachsen, dass inzwischen 25 Kinder auf der Teilnehmerliste stehen und die Gruppe aktuell voll ist. Weitere interessierte Familien können sich jedoch weiterhin melden und auf die Warteliste setzen lassen. So besteht die Möglichkeit, bei einem frei werdenden Platz nachzurücken.
Manuel Knepper läuft bei Weltmeisterschaft in Kopenhagen Vereinsrekord
Kopenhagen/Oelde (elk). Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Straßenlauf in Kopenhagen war für Manuel Knepper (LV Oelde) der bisherige Höhepunkt seiner Laufkarriere. Im riesigen Teilnehmerfeld von mehr als 8.000 Läuferinnen und Läufern erreichte der Athlet aus Oelde mit einer Zeit von 15:57 Minuten das Ziel und belegte damit den 179. Platz.
„Das war schon eine riesige Veranstaltung mit einer Wahnsinnsstimmung an der Strecke. Die Bedingungen waren auch super", berichtet Knepper. Der Start verzögerte sich aufgrund technischer Probleme etwas und so mussten die Läuferinnen und Läufer längere Zeit im Startbereich warten. „Das war nicht optimal, aber insgesamt war das eine Top-Veranstaltung", so Knepper. Besonders erfreulich: Mit seiner Zeit von 15:57 Minuten stellte Knepper gleichzeitig einen neuen Vereinsrekord auf und unterbot damit die bisherige Bestmarke von Philipp Kaldewey. Die Anfänge seiner Laufkarriere machte Knepper in der Jugendgruppe des LV Oelde. Mittlerweile lebt und arbeitet er in Kopenhagen und gestaltet sein Training selbstständig. „Wenn ich in Oelde bin, treffe ich mich auch gerne mit Steffen Baxheinrich und wir laufen gemeinsam. Aber das kommt leider nicht so oft vor", erzählt der Läufer. Knepper und Baxheinrich liefen in Jugendjahren lange gemeinsam und erzielten viele Erfolge auf Westfälischer Ebene. Baxheinrich wechselte dann zur LGO Dortmund, Knepper zwischenzeitlich zum LC Paderborn. Mittlerweile sind beide wieder für den LV Oelde am Start. Baxheinrich vor allem auch als Trainer und Knepper hat es nach Kopenhagen verschlagen. Durch die WM direkt vor der Haustür war ein Start dort naheliegend. Schon 2023 hatte Knepper die Oelder Lauffamilie mit einem starken Auftritt beim traditionellen Silvesterlauf von Werl nach Soest mit einer Zeit von 49:13 und Rang elf überrascht. Seine Entwicklung hat seitdem weiter Fahrt aufgenommen. In Kopenhagen trainiert er überwiegen alleine und steuert auch sein Training eigenständig. Auf der Bahn konnte er zuletzt sogar eine noch schnellere Zeit von 15:50 Minuten erzielen. „Manuel zeigt sehr viel Selbstdisziplin. Er trainiert hohe Umfänge und dies überwiegend alleine. Da muss man schon sehr laufbegeistert sein“, so seine ehemalige Trainerin Elke Schalkamp. Mit seinem erfolgreichen Auftritt bei der Weltmeisterschaft in Kopenhagen hat Manuel Knepper, der „Held auf Socken“ (beim Crosslauf musst er wegen verlorener Schuhe auch schon mal die Hälfte der Strecke auf Socken laufen) nun ein weiteres Kapitel zu seiner bisherigen Laufkarriere hinzugefügt.

Junge Athleten auf großer Bühne
Westfälische U14 in Menden mit starken Ergebnissen
Gleich vier Nachwuchsathleten des LV Oelde bekamen bei den Westfälischen U14-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Menden einen Startplatz. Allein die Zulassung zu den Meisterschaften war bereits ein erster großer Erfolg: Für die Titelkämpfe wird nur eine begrenzte Anzahl der besten gemeldeten Athleten in Westfalen zugelassen. Entsprechend groß war die Freude bei Titus Kathöfer, Piet Schröder, Eliah Frankrone und Theo Knaup über die ersehnte Startzusage. Theo Knaup musste seinen Start kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Eine Erkältung verhinderte seinen Einsatz in Menden. Er hofft nun, bei den kommenden Wettkämpfen wieder an seine zuletzt ansteigende Form anknüpfen zu können. Für Piet Schröder begann der Wettkampftag bereits früh am Morgen mit dem Hochsprung – und das bei strömendem Regen. Davon ließ er sich nicht beeindrucken und übersprang 1,43 Meter, womit er eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Bei 1,46 Metern machten ihm die nassen Bedingungen, die rutschige Anlaufbahn und die dadurch schwierigen Anlaufbedingungen allerdings zu schaffen. Mit einem starken siebten Platz bei seiner ersten Westfälischen Meisterschaft konnte Piet dennoch sehr zufrieden sein. Anschließend ging er über die 75 Meter an den Start. Mit einer Zeit von 10,56 Sekunden blieb er nur knapp hinter seiner persönlichen Bestleistung zurück und erreichte auch hier einen siebten Platz. Auch Titus Kathöfer zeigte eine starke Leistung. Im 75-Meter-Lauf konnte er sich gegenüber seinem Meldeplatz deutlich verbessern. Mit einer Zeit von 11:36 blieb ihm der Sprung ins Finale blieb ihm allerdings knapp verwehrt. Am späten Nachmittag stand für Titus noch der 800-Meter-Lauf auf dem Programm. Nach dem langen Wettkampftag waren die Kräfte bereits etwas aufgebraucht. Trotzdem blieb er mit 2:49,33 im Bereich seiner bisherigen Bestleistung und belegte am Ende einen guten 17. Platz.
Für das herausragende Ergebnis aus Sicht des LV Oelde sorgte Eliah Frankrone. Nach einer langen Verletzungspause war er Schritt für Schritt wieder aufgebaut worden und präsentierte sich in Menden nun in hervorragender Form. In einem mutigen und couragierten Rennen lief er mit 2:30,64 Minuten eine deutliche persönliche Bestzeit und belegte damit in der westfälischen Gesamtwertung einen starken fünften Platz. Direkt nach dem Zieleinlauf erhielt Eliah zudem eine besondere Nachricht. Landesstützpunkttrainer Robert Welp sprach ihn an und kündigte an, ihn zum Stützpunkttraining nach Münster einladen zu wollen. „Ich habe mein Saisonziel super erreicht. Ich wollte gerne die 2:30 laufen und ich wollte mich für das Stützpunkttraining in Münster empfehlen. Beides habe ich jetzt geschafft“, freute sich Eliah Frankrone. Besonders groß war die Freude auch deshalb, weil er im vergangenen Jahr nur knapp an der Aufnahme ins Stützpunkttraining gescheitert war und in diesem Jahr alle Stützpunktathleten hinter sich lassen konnte.
Den Abschluss des langen Wettkampftages bildete die 4x 75-Meter-Staffel der Startgemeinschaft Oelde-Enniger. Auch hier gingen mit Titus Katthöfer und Piet Schröder zwei Athleten des LV Oelde an den Start. Die Staffelwechsel gelangen gut und die Mannschaft erreichte eine Zeit von 43,62 und Platz 12. Die Trainerinnen Miriam Erdhütter und Elke Schalkamp zeigten sich entsprechend sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge und dem erfolgreichen Ausflug zu den Westfälischen Meisterschaften nach Menden.
Gelungener Start in die Herbstsaison
Sportfest in Borgholzhausen
Zum Start in die späte Saison nach den Sommerferien traten vier Nachwuchsathleten des LV Oelde beim Ferien-Sport-Meeting in Borgholzhausen an.
Für Eliah Frankrone war der Start über 800 Meter ein letzter Formcheck mit Blick auf die Westfälischen U14-Meisterschaften Ende September. Mit einer Zeit von 2:34,49 Minuten zeigte er einen soliden Lauf und bestätigte seinen guten Trainingsstand. Jan Löwen wollte nach dem Trainingscamp in den Sommerferien seine Form testen und ging mit dem Ziel einer neuen Bestzeit ins Rennen. Mit 2:23,30 Minuten gelang ihm dies eindrucksvoll. Besonders beeindruckend war die Art und Weise, wie er mit der deutlich älteren Konkurrenz mithielt und sich im Feld behauptete. Für Amadeus Nhanombe und Nico Jürgenschellert stand erstmals ein Start über 1500 Meter auf dem Programm. Da diese Distanz in ihrem Alter noch nicht regulär angeboten wird, wurden beide für das Rennen in der U18 hochgemeldet. Amadeus erwischte dabei einen Top-Tag. Er setzte sich an die Fersen eines Läufers aus Osnabrück und lief mit 4:47,36 Minuten eine tolle Bestzeit – und das gleich bei seinem ersten Start über 1500 Meter. Nico Jürgenschellert erwischte dagegen nicht seinen besten Tag. Mit 5:00,59 Minuten stellte auch er zwar eine Bestzeit auf, zeigte sich mit seinem Rennen anschließend jedoch nicht ganz zufrieden. „Ich hab zu viel Wasser getrunken und dann leichtes Bauchweh“, so Jürgenschellert. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte Früchte trägt. Insbesondere über die längeren Distanzen sind die Nachwuchsathleten gut aufgestellt und können optimistisch auf die kommenden Wettkämpfe blicken.

Dördelmann mit Vereinsrekord beim Marathon in Berlin
Beim 52. Berlin-Marathon standen die Rekorde im Mittelpunkt: Weltrekord bei den Frauen durch die Äthiopierin Tigst Assefa, deutscher Rekord durch Esther Pfeifer und ein neuer Teilnehmerrekord. Doch die Faszination des größten deutschen Marathonereignisses entsteht nicht nur durch die Weltklasse an der Spitze. Es sind vor allem die ambitionierten Freizeit- und Breitensportler, die mit ihren ganz persönlichen Zielen die Veranstaltung prägen.
Einer von ihnen ist Uwe Dördelmann vom LV Oelde. Knapp drei Wochen vor seinem 70. Geburtstag absolvierte er in Berlin seinen 30. Marathon. Nach 3:58:12 Stunden erreichte er das Ziel und belegte damit den 17. Platz von 195 Finishern der Altersklasse M70. Besonders bemerkenswert: Dördelmann pulverisierte damit den seit 2000 bestehenden Vereinsrekord des LV Oelde. Diesen hatte Theo Westermann mit 4:46:40 Stunden beim Marathon in Köln aufgestellt. Dördelmann war nun 48:28 Minuten schneller. Dabei lief zunächst nicht alles nach Plan. Auf der ersten Hälfte fand Dördelmann wegen des großen Läuferfeldes nur schwer seinen Rhythmus. Zwischenzeitlich kamen sogar Gedanken an einen Abbruch auf. Doch der erfahrene Marathonläufer lief weiter und konnte auf der zweiten Hälfte sein geplantes Tempo umsetzen. Mit seinem negativen Split bewies er einmal mehr seine Erfahrung und Ausdauer. Dördelmanns Verbindung zum Berlin-Marathon reicht bis 1988 zurück. Bei seinem ersten Start lief er 2:57 Stunden. Seine persönliche Bestzeit von 2:39:59 Stunden stellte er 1992 auf. Über viele Jahre war es sein Ziel, die Marke von 2:48 Stunden zu unterbieten – was ihm mehrfach gelang. Zum Marathon kam der gebürtige Ennigerloher während seiner beruflichen Zeit in Hanau. Was ursprünglich als einmaliger Marathonversuch gedacht war, entwickelte sich zu einer jahrzehntelangen Leidenschaft. Seit 2017 startet Dördelmann für den LV Oelde. Auf die Frage, welchen Rat er jungen und erfahrenen Marathonläufern mitgeben könne, antwortete der bescheidene Ausdauersportler: „Der Trainer kann Tipps geben, ich möchte keine geben!“ Seine sportliche Bilanz spricht ohnehin für sich: 30 Berlin-Marathons, 2:39:59 Stunden persönliche Bestzeit und nun ein neuer Vereinsrekord mit 69 Jahren.

Vorbereitung auf die Late Saison
Intensivwoche der Nachwuchsläufer des LV Oelde
Oelde (elk) Sommerferien bedeuten für viele Kinder und Jugendliche vor allem Erholung und Freizeit. Für die Nachwuchsathletinnen und -athleten des LV Oelde sah die dritte Ferienwoche jedoch etwas anders aus. Statt Faulenzen stand ein intensives Trainingsprogramm auf dem Plan.
Trainerin Elke Schalkamp hatte kurzfristig die Idee, eine Intensivwoche anzubieten – und wurde von der großen Resonanz überrascht. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass so viele Kinder Zeit und Lust haben, die Woche intensiv zu nutzen, um sich auf die nächste Wettkampfphase vorzubereiten“, freute sich Schalkamp.
Von Montag bis Samstag traf sich die Gruppe täglich um 9.30 Uhr im Oelder Stadion. Im Mittelpunkt standen Einheiten zur Verbesserung der Grundlagenausdauer. Kurze, mittlere und vor allem lange Intervalle gehörten ebenso zum täglichen Programm wie intensive Kraft- und Dehnungseinheiten – Inhalte, für die im regulären Trainingsbetrieb oft die Zeit und Ruhe fehlen. Zu den Einheiten am Vormittag kamen lockere Dauerläufe und das Alternativtraining mit Schwimmen oder Radfahren am Nachmittag, das dann jeder individuell gestaltete. So konnte die Belastung für die einzelnen Athleten sehr gut gesteuert werden.
Besonders die Athletinnen und Athleten der Altersklasse U14 nutzten die Trainingswoche, um sich gezielt auf ihre noch ausstehenden Westfälischen Meisterschaften vorzubereiten. Für die Jugendlichen der U16 lag der Schwerpunkt auf dem Aufbau der Grundlagenausdauer. Damit schaffen sie die Basis für die letzten Bahnwettkämpfe der Saison und insbesondere für die anstehenden 5-Kilometer-Läufe im Herbst.
Trotz der anspruchsvollen Trainingseinheiten bei hohen Temperaturen kam der Spaß nicht zu kurz. Die Stimmung innerhalb der Gruppe war während der gesamten Woche hervorragend. Zwar brachte das Krafttraining einige Teilnehmende an ihre persönlichen Grenzen – und so mancher entdeckte Muskeln, von deren Existenz er bislang nichts geahnt hatte –, doch der Teamgeist und die Motivation waren jederzeit spürbar.
Auch wenn ein Trainingslager vor Ort nicht mit einem Trainingslager an einem anderen Ort vergleichbar ist, steht die Effektivität dem in nichts nach. Ein weiterer Vorteil: Jüngere Läuferinnen und Läufer, die aufgrund ihres Alters noch nicht an auswärtigen Trainingslagern teilnehmen dürfen, erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, intensive Trainingsbelastungen und wertvolle Erfahrungen in ihrer gewohnten Umgebung zu sammeln.
Die Intensivwoche war damit für alle Beteiligten ein voller Erfolg und eine ideale Vorbereitung auf die kommenden sportlichen Herausforderungen.



