
Volksläufe im März
Bestzeiten für den Nachwuchs
Oelde (elk) – Der Wechsel von der Hallensaison auf die Freiluftsaison ist den Nachwuchsläuferinnen und -läufern des LV Oelde eindrucksvoll gelungen. Beim Wibbeltlauf in Forheim präsentierten sich die jungen Athletinnen und Athleten in starker Frühform und überzeugten mit zahlreichen persönlichen Bestzeiten. Allen voran Nico-Jürgenschellert, der seine bisherige Bestzeit über die Strecke deutlich verbesserte und in starken 18:28 Minuten ins Ziel lief. Genau nach den Vorgaben seiner Trainerin Elke Schalkamp ging er das Rennen mit einem Tempo von etwa 3:45 Minuten pro Kilometer an und hielt diesen Rhythmus konstant. Rund 1500 Meter vor dem Ziel mobilisierte Jürgenschellert alle Energiereserven und setzte zu einem fulminanten Schlussspurt an, der ihm die hervorragende Zeit einbrachte. Auch seine Teamkollegen zeigten starke Leistungen: Jan Löwen unterbot mit 21:36 Minuten ebenfalls seine persönliche Bestmarke und bestätigte damit die gute Trainingsarbeit der vergangenen Wochen. Der ein Jahr jüngere Titus Kathöfer lief mit 22:00 Minuten ebenfalls zu einer neuen Bestzeit. Bereits in der Woche zuvor hatte Amadeus Nhanombe beim Lauf in Langenberg überzeugt. Auf der anspruchsvollen Strecke zeigte er eine starke Leistung und absolvierte die 5 Kilometer in 20:20 Minuten. Über die kürzeren Distanzen waren die Nachwuchstalente ebenfalls erfolgreich unterwegs. Beim Lauf in Vorhelm gewann Theo Knaup souverän die 2,14-Kilometer-Distanz. Bei den Mädchen erreichte Sophie Wagner einen starken vierten Platz in der Gesamtwertung und sicherte sich gleichzeitig den ersten Platz in ihrer Altersklasse. Für eine besondere Premiere sorgte in Langenberg zudem das jüngste Lauftalent des Vereins: Alexandra Danos absolvierte die 1,1-Kilometer-Strecke mit großer Begeisterung und belegte bei ihrem ersten größeren Volkslauf direkt einen hervorragenden zweiten Platz.
Auch die Erwachsenen standen den Jugendlichen in nichts nach. Allen voran Stefan Raulf, der sich derzeit auf die Deutschen Meisterschaften im Marathon in Hannover vorbereitet. Beim Lauf in Langenberg belegte er über die „Elf Kilometer Distanz in 40:40 Minuten den ersten Platz in der Altersklasse M50. In Vorhelm lief er dann über die 10 Kilometer als Gesamtvierter ins Ziel und erreichte eine Zeit von 37:27 Minuten. Auf den beiden fünf Kilometer langen Runden gelang ihm dabei ein negativer Split, womit er sich sehr zufrieden zeigte. Sowohl in Langenberg als auch in Vorhlem zeigten die Läufer des LV Oelde, dass ihre Vorbereitung auf den Hermannslauf stimmt. Der Verein war mit zahlreichen Startern vertreten. Besonders in Langenberg konnten die Altersklassenläufer überzeugen. Neben dem Sieg von Stefan Raulf in der M50 gewannen auch Uwe Dördelmann in der M70 sowie Christiane Schmidtke und Brigitte Kramer ihre jeweiligen Altersklassen.

Zwei auf großer Bühne
Deutsche Meisterschaft und Westfälische Meisterschaft
Oelde/Uelzen/Paderborn (elk) Bei den westfälischen Hallenmeisterschaften der Altersklasse U14 feierte der zwölfjährige Eliah Frankrone vom LV Oelde einen großen Erfolg. Als einziger Starter aus dem gesamten Kreis Beckum hatte sich der Nachwuchsläufer für die Titelkämpfe qualifiziert und durfte über die 800-Meter-Distanz antreten. In den Wochen vor dem Wettkampf hatte sich der junge Athlet akribisch auf sein Saisonhighlight vorbereitet. Entsprechend groß war die Nervosität bereits auf der Anfahrt. Als 15. der Meldeliste angereist, galt für ihn vor allem: Erfahrung sammeln und Spaß haben – jede Verbesserung wäre ein Gewinn. Im ersten von zwei Läufen startete Frankrone zunächst sehr vorsichtig und ging die erste 200-Meter-Runde noch etwas verhalten an. Danach fand er jedoch immer besser in seinen Rhythmus und steigerte das Tempo. Am Ende blieb die Uhr bei einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:45,98 Minuten stehen. Nach Abschluss des zweiten Laufes stand fest: In der Gesamtwertung bedeutete dies Platz elf in Westfalen – ein Riesenerfolg für den jungen Läufer. Besonders bemerkenswert ist diese Leistung vor dem Hintergrund, dass vor einem halben Jahr noch unklar war, ob Frankrone nach einem Unfall Ende 2023, bei dem sein Fuß schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, überhaupt wieder laufen könnte. Trotz vieler Rückschläge kämpfte er sich immer wieder zurück und wurde mit Aquajoggen, Gymnastik und vor allem viel Geduld wieder aufgebaut. Entsprechend groß war die Freude bei seinen Eltern und seiner Trainerin Elke Schalkamp.
Etliche Kilometer entfernt und einige Stunden zuvor standen zudem die deutschen Meisterschaften über 10 Kilometer auf der Straße auf dem Programm. Dort überraschte der 16-jährige Liam Morton, der seine ersten Laufschritte beim LV Oelde gemacht hatte und inzwischen für die LG Brillux Münster startet. Bei seinem ersten Start über die 10-Kilometer-Distanz lief der U18-Athlet ein starkes Rennen und belegte mit einer Zeit von 34:19 Minuten Rang 17 in der Einzelwertung. Der größte Erfolg folgte jedoch in der Mannschaftswertung: Gemeinsam mit Aslan Güleryüz und Jonathan Albustin gewann Morton die Goldmedaille. Für den erst 16-jährigen Läufer ist es damit der erste deutsche Meistertitel. Als besonderes Highlight stellte sich am Ende heraus, dass die Siegerzeit der Mannschaft sogar einen neuen deutschen Rekord bedeutete. Damit konnten sich gleich zwei Nachwuchstalente aus der Region über herausragende Leistungen auf großer Bühne freuen.

Hammer Serie verlangt Läufer:innen alles ab
Hamm/Oelde (elk) Bei der Hammer Sparkassen-Winterlaufserie in Hamm wurde den Läuferinnen und Läufern in diesem Jahr wettertechnisch alles abverlangt. Die traditionsreiche Serie, bestehend aus 10 Kilometern, 15 Kilometern und dem abschließenden Halbmarathon im Zwei-Wochen-Rhythmus, bot von trockener Kälte bis hin zu anhaltendem Nieselregen und kräftigem Wind sämtliche Facetten eines norddeutschen Winters.
Zum Auftakt am 25. Januar gingen knapp 1.000 Starterinnen und Starter über die 10-Kilometer-Distanz ins Rennen. Aus Oelder Sicht überzeugte vor allem Maximilian Worm, der in starken 33:40 Minuten Platz drei in der Männer-Hauptklasse belegte. Philipp Kaldewei folgte in 36:26 Minuten und sicherte sich Rang drei in der Altersklasse M40. Ebenfalls aufs Podest liefen Stefan Raulf als Zweiter der M50 (36:40 Minuten) sowie Uli Stripper, der in 45:05 Minuten Platz drei der M35 erreichte.
Zwei Wochen später standen 15 Kilometer auf dem Programm. Mehr als 800 Aktive nutzten bei sonnigem Wetter die nahezu idealen Bedingungen und gingen hochmotiviert auf die Strecke.
Der abschließende Halbmarathon am vergangenen Sonntag verlangte den Teilnehmenden schließlich noch einmal alles ab. Bei dauerhaftem Nieselregen, niedrigen Temperaturen und starkem Wind kämpften sich erneut rund 800 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Insgesamt absolvierten gut 450 Sportlerinnen und Sportler alle drei Läufe der Serie.
Schnellster Oelder in der Gesamtwertung über 10, 15 und 21 Kilometer war Jens Brodka mit einer Gesamtzeit von 3:02:08 Stunden, was ihm Rang vier in der Altersklasse M45 einbrachte. Christian Schimpf folgte in 3:31:44 Stunden und sicherte sich damit Platz zwei in der M65. Manfred Grünebaum belegte in der M65 den siebten Platz. Auch die Damen des LV Oelde überzeugten: Brigitte Kramer wurde Gesamtvierte der Serie in der W65, Jutta Kallenbach erreichte Rang sieben in der W60. „Das war heute nichts einfach- Dauerregen und von Pfützen übersäte Parkwege“, zollte Manfred Grünbaum allen Läufer:innen Respekt.
Im Halbmarathon selbst feierte Lokalmatadorin Lara Kiene einen erneuten Heimsieg. Die Gesamtwertung der Serie entschieden jedoch Manuel Kruse von der Running Crew Münster sowie Jana Kappenberg vom LSF Münster für sich.
Trotz der widrigen Bedingungen bewies die 52. Auflage der Hammer Sparkassen-Winterlaufserie einmal mehr ihre Anziehungskraft und ihren besonderen Stellenwert im regionalen Laufkalender.

Westfälische Hallenmeisterschaften
Nachwuchs zeigt sich stark
Gleich dreimal reisten die Nachwuchsathletinnen und -athleten des LV Oelde zu den Westfälischen Hallenmeisterschaften nach Dortmund. Für viele der jungen Läuferinnen und Läufer bedeutete dies, erstmals Hallenluft bei einer Meisterschaft zu schnuppern. Umso größer war die Freude darüber, dass alle gemeldeten Athleten einen Startplatz erhalten hatten. Diese sind bei Meisterschaften auf lediglich zwölf Athleten pro Jahrgang begrenzt – eine sehr geringe Zahl für ganz Westfalen. Obwohl die Vorbereitungen alles andere als optimal waren – kein geöffnetes Stadion sowie Schnee und Eis auf den Laufstrecken – konnte der LV Oelde erneut mit starken Leistungen überzeugen. Allen voran glänzte die 3x1000-Meter-Staffel mit Nico Jürgenschellert, Jan Löwen und Amadeus Nhanombe, die in 10:17,36 einen hervorragenden fünften Platz belegte. „Das war eine sehr ausgeglichene Mannschaftsleistung“, lobte Trainerin Elke Schalkamp. „Gegen die großen Vereine, die im Winter in der Halle auf der Leichtathletikbahn trainieren können, sind wir immer etwas im Rückstand. Schnelligkeitstraining war seit Mitte Dezember kaum möglich.“ Bereits am Vorwochenende war Nico Jürgenschellert über die 800 Meter im Einzel am Start. Beim Betreten der Halle noch sichtlich beeindruckt, fand er zunächst nur schwer ins Rennen. Mit einer beherzten letzten Runde lief er jedoch zu einer neuen Hallenbestzeit 2:30,38 und belegte Rang zwölf. Am Sonntag standen dann die Langstrecken auf dem Programm. Sabiha Hannemann hatte über 2000 Meter – zehn Hallenrunden – zu absolvieren und führte lange Zeit die Verfolgergruppe an. In neuer Bestzeit ( 7:42,59) erreichte sie einen starken sechsten Platz. Gleiches gelang Tim Hömberg über die 3000 Meter in 11:47,64. Bis zur 2000-Meter-Marke hielt er sich noch weit vorne im Feld, musste dann jedoch seinem Trainingsrückstand nach einer Erkältung Tribut zollen. Für Amadeus Nhanombe, den jüngeren Bruder von Topathlet Leonel Nhanombe, sprang in 11:36,90 am Ende Platz acht heraus. „Ich habe schon nach zwei Runden gemerkt, dass die Beine vom Vortag noch schwer waren“, erklärte er, kämpfte sich jedoch tapfer durch alle 15 Runden. Alle Athletinnen und Athleten des LV Oelde wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet – diese gibt es bei Meisterschaften nur bis Platz sechs. „Das ist mir immer besonders wichtig“, zeigte sich Trainerin Schalkamp zufrieden. Nun geht es für die U14 in die Vorbereitung auf ihre Hallenmeisterschaften Anfang März in Paderborn. Alle anderen Athleten starten in die Vorbereitung auf die Freiluftsaison.

Volksbankcup
Citylauf wird 2026 Wertungslauf
Oelde (elk) Der Oelder Citylauf am 13. Juni 2026 wird ab dem kommenden Jahr offizieller Bestandteil der Volksbank-Cup-Laufserie. Damit ergänzt er die traditionsreiche Serie, zu der 2026 außerdem der Emslauf in Einen (24. April), der Volksbank-Beverlauf in Ostbevern (27. Juni) und der Telgter Citylauf (26. September) gehören. Der neue Austragungsort ersetzt den bisherigen Lauf in Everswinkel, der ab diesem Jahr nicht mehr stattfinden wird. Bekannt gegeben wurde diese Neuerung im Rahmen der Abschlussfeier der Volksbank-Cup-Laufserie 2025, die im Gasthof Mersbäumer in Ostbevern stattfand. Eingeladen waren dort alle Läuferinnen und Läufer, die in 2025 mindestens drei der vier Serienläufe absolviert hatten. Sie erwartete ein festlicher Abend mit Menü, Siegerehrungen und dem offiziellen Laufshirt der Saison 2025. In feierlichem Rahmen wurde dabei noch einmal auf die erfolgreiche Laufserie mit Stationen in Ostbevern, Einen, Telgte und Everswinkel zurückgeblickt. Die Überraschung des Abends ließ nicht lange auf sich warten: Moderator Mirco Borgmann vom Organisationsteam lüftete das lange gehütete Geheimnis um die Zukunft der Serie und verkündete den Oelder Citylauf als neuen Bestandteil des Volksbank-Cups. Nach dem letzten Everswinkeler Nikolauf 2025 hatten viele Aktive gespannt gerätselt, wie es mit der beliebten Laufserie im Kreis Warendorf weitergehen würde. Gemeinsam mit Andreas Terborg von der Volksbank im Münsterland nahm Borgmann anschließend die Ehrungen der Gesamt- und Altersklassenwertungen vor. Gesamtsiegerin bei den Frauen wurde Helena Hamsen aus Alverskirchen, vor Eva Wunderlich (WSU Warendorf) und Bettina Kalläne vom LV Oelde. Bei den Männern setzte sich Jonas Barwinski (Fit2Run Beckum) bereits zum vierten Mal in Folge durch. Platz zwei belegte Philipp Kaldewei (LV Oelde), Platz drei ging an Dirk Hansmeier (LG Burg Wiedenbrück). Zusätzlich wurden die jeweiligen Altersklassensiegerinnen und -sieger ausgezeichnet. Neben Kalläne und Kaldewei wussten die Läufer und Läuferinnen des LV Oelde wie in vielen Jahren zuvor in den Altersklassen zu überzeugen und trugen den Seriensieg nach Hause. Somit zeigte sich der LV Oelde auch 2025 erneut als prägender Verein der Laufserie. Mit der Aufnahme des Oelder Citylaufs setzt die Volksbank-Cup-Laufserie 2026 ihre erfolgreiche Tradition fort und bietet den Läuferinnen und Läufern der Region weiterhin attraktive und abwechslungsreiche Wettkämpfe.

Lakatatmessung beim LV Oelde
Professionelle Wege beim LV Oelde
Oelde (elk) – Der Leichtathletikverein Oelde (LV Oelde) geht einen weiteren Schritt in Richtung professionelles Training: Unter der Leitung von Trainer Steffen Baxheinrich erweitert der Verein seine Trainingssteuerung mit wissenschaftlich fundierten Methoden. Seit Ende letzten Jahres bietet der LV Oelde seinen Mitgliedern Laktatmessungen an – ein etabliertes Verfahren der Leistungsdiagnostik, das sowohl ambitionierten Freizeitsportlern als auch Leistungssportlern neue Möglichkeiten eröffnet. „Effektives Training basiert heute nicht mehr allein auf Gefühl und Erfahrung, sondern zunehmend auf objektiven Daten“, erklärt Baxheinrich. „Die Laktatmessung liefert präzise Einblicke in den individuellen Stoffwechsel während der Belastung und hilft, Trainingseinheiten optimal zu steuern.“ Bei der Methode wird die Laktatkonzentration im Blut gemessen. Sie gibt Aufschluss darüber, wie der Körper Energie bereitstellt und ab welchem Punkt die Belastung überwiegend anaerob erfolgt. Diese Schwellenwerte sind entscheidend, um Über- oder Unterforderung zu vermeiden und das Training individuell anzupassen. Die Testung selbst erfolgt in mehreren Intervallen: Die Athletinnen und Athleten laufen längere Strecken in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, jeweils mit kurzen Pausen. Nach jedem Intervall wird ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen, um den Laktatwert zu bestimmen. Anschließend wertet Trainer Baxheinrich die Ergebnisse aus und gibt individuelle Empfehlungen für die Trainingsgestaltung. Die Laktatmessung ist derzeit ausschließlich für Vereinsmitglieder verfügbar. Interessierte können sich beim LV Oelde melden, um weitere Informationen zu erhalten und einen Testtermin zu vereinbaren. Mit dieser innovativen Ergänzung bietet der LV Oelde seinen Mitgliedern eine moderne, wissenschaftlich fundierte Möglichkeit, ihre Trainingsleistung zu optimieren – vom ambitionierten Hobbyläufer bis hin zu Leistungssportlern.

Baxheinrich mit DM-Norm
Weniger ist manchmal mehr
Dortmund/Oelde (elk). Manchmal ist weniger tatsächlich mehr: Steffen Baxheinrich, „Laufrentner“ des LV Oelde, hat am Samstag beim Meeting in der Dortmunder Leichtathletikhalle über 800 Meter mit starken 1:51,70 Minuten die A-Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften erfüllt. „Das lief einfach nur klasse“, zeigte sich Baxheinrich nach dem Rennen hochzufrieden. In den vergangenen Wochen hatte der frühere deutsche Spitzenläufer mehrfach bei Meetings für seine ehemaligen Vereinskollegen der LGO Dortmund das Tempo gemacht. Nun revanchierten sich diese und übernahmen für ihn die Pacemaker-Rolle. „Bei meinen Einsätzen als Pacer habe ich gemerkt: Das geht noch“, so Baxheinrich. Daraus reifte der Entschluss, es noch einmal selbst zu versuchen. Der heute als ambitionierter Hobbyläufer aktive Athlet kommt aktuell auf etwa 40 bis 60 Trainingskilometer pro Woche, die er neben seinem Schichtdienst in der Ausbildung zum Notfallsanitäter absolvieren muss. Dass dabei nicht allein der Umfang entscheidend ist, zeigt sein aktueller Erfolg: Zu aktiven Dortmunder Zeiten trainierte Baxheinrich noch mit Wochenumfängen von 100 bis 120 Kilometern. Bei seinem selbst gestalteten Training profitiert er von der jahrelangen Aufbauarbeit unter Pierre Ayadi, dem ehemaligen Bundestrainer, bei dem er lange trainierte. Die Deutschen Hallenmeisterschaften finden vom 27. Februar bis 1. März in Dortmund statt – die Anreise ist für Baxheinrich somit denkbar kurz. Mit Blick auf den Vorlauf bleibt er jedoch realistisch: Bahnverteilung und Rennverlauf spielen eine entscheidende Rolle. „Ich habe es schon oft erlebt, dass Hundertstel über Finaleinzug oder Ausscheiden entscheiden“, weiß der erfahrene Mittelstreckler. Als „Laufrentner“ geht Baxheinrich nun mit großer Gelassenheit an den Start: „Ich habe nichts zu verlieren und laufe einfach mal.“ Unterstützt wird er dabei von zahlreichen Nachwuchsathleten, die ihn bei einer geplanten Fahrt nach Dortmund live anfeuern werden.

Auftakt "Fit für 2026"
Es geht los!
Oelde (elk) – In der vergangenen Woche fand die Auftaktveranstaltung zur diesjährigen Aktion „Fit für 2026“ in der Aula der Gesamtschule Oelde statt. Vor voll besetzten Reihen erhielten die angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassende Informationen rund um das Thema Laufen sowie den Ablauf des Projekts. Zu Beginn stellte Birgit Brügge die gesundheitlichen Aspekte des Laufens vor. Dabei machte sie deutlich, dass Laufen nicht nur das Herz-Kreislauf-System stärkt und den Muskelaufbau fördert, sondern auch beim Stressabbau hilft, die Schlafqualität verbessert und nicht zuletzt neue soziale Kontakte ermöglicht. Im Anschluss erläuterte Markus Walljasper, Cheforganisator der Aktion, den Ablauf der kommenden Wochen. Der Einstieg erfolgt bewusst moderat: Gestartet wird mit wechselnden Phasen von einer Minute Laufen und einer Minute Gehen. Die Laufintervalle werden im weiteren Verlauf schrittweise verlängert. Ergänzt wird das Training durch ein Lauf-ABC zur Verbesserung der Lauftechnik sowie durch gezielte Kraft- und Dehnübungen. Ziel der Vorbereitung ist die Teilnahme am InSiTech-Citylauf Oelde, der am 13. Juni stattfindet. Dort können die Teilnehmenden zwischen dem klassischen 10-Kilometer-Lauf und dem 5-Kilometer-Lauf wählen. Während der Trainingseinheiten und auch beim Citylauf selbst stehen den Gruppen zahlreiche erfahrene Laufbegleiter zur Seite. Diese achten darauf, dass jeder sein individuelles Wohlfühltempo findet. Viele von ihnen sind selbst ehemalige Teilnehmer der Aktion und starteten einst als Laufanfänger – entsprechend kompetent unterstützen sie nun mit Rat und Tat. Abschließend stellte Christian Huster den LV Oelde vor und gab Einblicke in die Vereinsarbeit. Am Donnerstag hieß es dann endlich „Schuhe schnüren“: Die erste Trainingseinheit fand – wie in der dunklen Jahreszeit üblich – am Oelder Hallenbad statt. Ab sofort findet man jeden Dienstag und Donnerstag unzählige Gruppen mit gelber Leuchtweste durch Oelde laufend. Ab Ende März, wenn die Abende wieder heller werden, führen die Trainingsstrecken dann durch das Geisterholz. Bereits jetzt sind die Teilnehmer auf die ersten Testläufe gespannt. Hier sind der interne Burggrafenlauf im März, sowie der Volkslauf in Clarholz im Mai geplant.